Anaplasmose
Die Anaplasmose, früher unter dem Begriff der granulozytären Ehrlichiose geläufig, ist in ihrer klinischen Ausprägung nicht so schwerwiegend wie die durch Ehrlichia canis hervorgerufene Ehrlichiose. Auslöser der Erkrankung sind gramnegative Bakterien der Gattung Anaplasma, beim Hund im Besonderen Anaplasma phagocytophilum und Anaplasma platys. Der zuvor genannte Erreger tritt nachweislich in Nord-, West- und Zentraleuropa, sowie den USA auf und wird durch Zecken der Gattung Ixodes spp. übertragen. Letzterer ist in Europa, Nord- und Südamerika, Asien sowie Australien beschrieben und wird durch die braune Hundezecke Rhipicephalus sanguineus übertragen. Das klinische Bild bei A. phagocytophilum ist gekennzeichnet durch Fieber, Appetitlosigkeit (Anorexie), Abgeschlagenheit, Milzvergrößerung, Durchfall und möglicherweise Lahmheit und zentralnervösen Veränderungen. A. platys Infektionen äußern sich mit Fieber und veränderten Blutungsneigungen.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
